Erster Formtest in der Paralympicssaison

Die Coronavirus-Pandemie mitsamt Verschiebungen und Absagen stellt den Sport weltweit vor große Herausforderungen. Auch der Parasport blieb davon nicht unberührt. Günther Matzinger macht daraus allerdings eine Tugend: „Meine Form ist heuer besser als 2020“, geht der Triathlet zuversichtlich in seine wohl letzte Saison – mit den Paralympics in Tokio als großem Höhepunkt. Diesen Freitag findet in Rif ein erster Formtest statt.

Wenn Wettkämpfe – wie die Paratriathlon-WM Anfang Mai – auf unbestimmte Zeit verschoben oder abgesagt werden, so ist Eigeninitiative gefragt. So hat man in Salzburg kurzerhand selbst einen ersten Formtest engagiert, um die wettkampffreie Phase zu überbrücken. Am 23. April steht für Günther Matzinger gemeinsam mit weiteren Topathleten wie Lukas Hollaus und den Pertl-Brüdern daher in Rif die erste Standortbestimmung auf dem Programm.

Geschwommen und gelaufen wird im Becken und auf der Bahn, die Radstrecke wird am Ergometer auf der Tribüne absolviert. „Ich freue mich schon auf diesen Vergleich. Auch der Modus ist eine spannende Angelegenheit“, ist die Vorfreude Matzingers auf das Kräftemessen groß. Das Wettkampfsetting ist angelehnt an den Super-League-Triathlon.

Am 30. August geht der Salzburger in Japans Hauptstadt auf Medaillenjagd. Mit Platz vier in der Qualifikationsrangliste ist ihm ein Startplatz in der Kategorie PTS5 praktisch nicht mehr zu nehmen. Dank seines World-Series-Premierensieges in Devonport im Februar vergangenen Jahres hatte Matzinger sogar mehr Punkte gesammelt als die gesamte Konkurrenz. Denn danach wurden die Schotten dichtgemacht.

Als erstes internationales Stelldichein gilt für Matzinger das World-Series-Rennen in Leeds (GBR) am 5. bzw. 6. Juni. Bis zu den Paralympics dauert es dann aber zu lange, um die komplette Saison voll durchzuziehen: „Ich werde dann nochmal rausnehmen und für Tokio einen neuen Aufbau machen. Ich kann nicht von Mai bis Ende August in Topform sein, das lehrt mich meine Routine mittlerweile.“ Den letzten Testwettkampf vor den Paralympics will Matzinger beim Tri Sprint in Thiersee am 15. August in Angriff nehmen.

Erste Trainingslager hat der Salzburger bereits hinter sich gebracht. Je zwei Wochen schuftete er von Ende Dezember bis Anfang Jänner und auch im Februar auf Fuerteventura – bei besten Bedingungen.

Im Vergleich zum Vorjahr ist in allen drei Teildisziplinen eine Verbesserung spürbar. „Es ist eine kontinuierliche Entwicklung nach vorne. Im Schwimmen bin ich konstanter und schneller geworden, auch auf dem Rad geht es in die richtige Richtung. Beim Laufen ebenso, wobei das ohnehin meine stärkste Disziplin ist“, so Matzinger, der bis Ende September als Heeressportler weiterhin unterstützt wird.