Matzinger mit zwei Top-Leistungen an “Marathon-Wochenende”

Binnen 24 Stunden hat der Salzburger Günther Matzinger am Freitag und Samstag gleich doppelt überzeugt – und das in zwei verschiedenen Sportarten. Beim Leichtathletik-Grand-Prix in Paris belegte der 31-Jährige Rang zwei. Tags darauf krönte er sich am Millstätter See zum österreichischen Meister im Paratriathlon.

Es sind zwei strapaziöse Wettkampftage, die hinter dem Salzburger Paradeathleten liegen. In der französischen Hauptstadt bestätigte Matzinger das Limit für die EM Ende August in Berlin, den ÖM-Start wollte sich der zweifache Paralympicssieger von London 2012 nicht entgehen lassen, weil dort auch wichtige Punkte für die Weltrangliste vergeben wurden. Über 400 Meter musste sich der 31-Jährige in einer Zeit von 50,11 Sekunden nur dem Indonesier Nur Ferry Pradana geschlagen geben. Obwohl er sich bisher in der aktuellen Saison noch nicht spezifisch auf diese Distanz vorbereitet hat, lief der Wettkampf äußerst zufriedenstellend. “Ich hätte mich davor schwächer eingeschätzt. Auf den ersten 200 Metern habe ich versucht, es halbwegs locker anzugehen. Auf der Zielgeraden habe ich schließlich noch einiges gutgemacht. Bei einem perfekten Rennen sollte der Mann mit dem Hammer allerdings noch etwas später kommen”, schilderte Matzinger. Im Hinblick auf die kontinentalen Titelkämpfe in etwas mehr als zwei Monaten will der Salzburger im Training den Fokus nun voll auf die 400 Meter legen. “Der Europameistertitel fehlt mir noch, das ist mein Ziel.” Wichtig war für den vielseitigen Sportler auch, zu sehen, dass auf seine Paradedisziplin trotz des vermehrten Triathlontrainings Verlass ist.

Nach dem Rückflug von Paris nach München und der darauffolgenden Anreise nach Kärnten blieben Matzinger vor der Paratriathlon-ÖM nur vier Stunden Schlaf. “Ich war allerdings gar nicht so müde in der Früh”, betonte er. Mit dem ungarischen Weltranglistenelften Peter Boronkay hatte der Salzburger auch einen starken Gegner. “Da musste ich mich ordentlich strecken”, meinte er. Der Ungar holte im Schwimmen und Radfahren zwar einen Vorsprung von bis zu eineinhalb Minuten heraus, wurde letztlich aber nach der Hälfte des Laufabschnitts vom 31-Jährigen eingeholt. Besonders angetan war Matzinger von der Schwimmleistung: “Das war mein bestes Schwimmen in allen bisherigen Triathlons. Am Rad muss ich noch an der Aerodynamik arbeiten.” Den Sieg konnte er schließlich souverän nachhause laufen. “Insgesamt war es ein sehr solider Triathlon”, bilanzierte der Allrounder.