Matzinger startet in Paralympics-Saison

Der 30. August ist für Günther Matzinger heuer der Tag X. Denn dann werden bei den Paralympics in Tokio die Medaillen im Paratriathlon vergeben. Doch bis zum Jahreshöhepunkt ist es noch ein weiter Weg. Am kommenden Samstag startet der Salzburger in Tasmanien in die Saison.

Dreimal hat Matzinger in seiner Karriere bisher an Paralympics teilgenommen, immer war er dabei als Leichtathlet auf der Tartanbahn unterwegs. Neben zwei Goldmedaillen 2012 in London gewann er 2016 in Rio Bronze. Auf dem Weg zu seinen ersten Spielen als Triathlet liegt der 32-Jährige in Sachen Qualifikation als Siebenter der maßgeblichen Rangliste momentan gut auf Kurs. Innerhalb des einjährigen Qualifikationszyklus fließen die drei besten Resultate pro Athlet in die Rangliste ein. Neun Sportler lösen auf diesem Weg ein Ticket für Tokio.

Den ersten Wettkampf im paralympischen Jahr bestreitet Matzinger am 29. Februar im Rahmen der World Paratriathlon Series im tasmanischen Devonport. “Dort gibt es wichtige Punkte für Tokio zu holen. Durch den frühen Termin sind nicht alle Konkurrenten am Start und ich hoffe, dass ich meine Form für ein Top-Ergebnis nutzen kann”, so der Salzburger, der seinen ersten Podestplatz bei einem WPS-Rennen anpeilt. Ein Resultat ab Platz vier oder besser würde bedeuten, dass er sein Punktekonto in der Paralympics-Quali erhöht.

Von Devonport reist Matzinger direkt weiter nach Abu Dhabi, wo am 5. März ein Weltcup-Rennen auf dem Programm steht. Auch dort peilt der 32-Jährige einen Stockerlplatz an. “Das Rennen wird auf der Formel-1-Rennstrecke ausgetragen und ist deshalb sicher sehr spektakulär”, ist der Paradeathlet schon gespannt.

Die Saisonvorbereitung ist sehr gut verlaufen. Zuletzt absolvierte Matzinger ein zweieinhalb Wochen dauerndes Trainingslager auf Fuerteventura. “Wir hatten Top-Bedingungen und konnten viele Kilometer in allen drei Disziplinen sammeln. Die Saison dauert bis Ende August und ist dementsprechend lang, umso wichtiger ist eine gute Basis”, so der Salzburger. Insbesondere mit der Entwicklung im Wasser ist er zufrieden: “Die Trainingszeiten zeigen, dass ich besonders im Schwimmen nochmal einen Schritt nach vorne gemacht habe.” Am Rad seien die Wintermonate dazu genutzt worden, die Aeroposition zu optimieren. Außerdem wurde am Material gefeilt, indem das 3D-gedruckte System für die Prothese weiterentwickelt wurde.