Rang 2 für Günther Matzinger beim Pfingstmeeting in München

Rang 2 für Günther Matzinger beim Pfingstmeeting in München

Der erste 800er der Saison im Rahmen des Internationalen Pfingstmeetings in München endete für Doppelolympiasieger Günther Matzinger nicht ganz nach Wunsch: „Leider musste ich, wie befürchtet, das Tempo machen, weil das Feld nicht allzu stark besetzt war. Die erste Runde war mit 55 Sekunden noch im Plansoll, danach hatte ich einfach zu wenig Körner, um als Tempomacher gegen den Wind anzukämpfen.“  Unterm Strich bleibt für den Salzburger in München eine Zeit von 1:54:00 und Rang 2: „Es war zwar kein perfektes Rennen, aber angesichts der Rahmenbedingungen bin ich auch nicht ganz unzufrieden“, erklärt Matzinger, der sich jetzt auf den nächsten 400er im Rahmen des „Liese Prokop Memorials“ in St. Pölten am 30. Mai vorbereitet.

Start beim Pfingstmeeting in München

Nach seinem erfolgreichen Start in die Freiluftsaison in Villach und einem durchwachsenen 400er in der Toskana startet Günther Matzinger beim Internationalen Pfingstmeeting in München.

Erstmals in dieser Saison geht es in München über Matzingers Paradedisziplin, die 800 Meter. Der Doppelolympiasieger ist als Nummer Zwei des Meetings gesetzt: „Ich will auf alle Fälle vorne mitreden. Ich hoffe nur, nicht Tempo machen zu müssen, dann ist  was drin, denn ich bin ganz gut drauf. Ob sich eine Zeit im Bereich meiner persönlichen Bestleistung um die 1:51 ausgeht, wird man sehen.“

Dabei liegt momentan ausgerechnet über dem Start in seiner Paradedisziplin ein Schatten. Das Internationale Paralympische Komitee  hatte vor kurzem beschlossen, eine neue Klasse einzuführen und diese nur mehr über 100 Meter bis 400 Meter laufen zu lassen. Grenze für die Beurteilung, ob Klasse T46 oder T47 ist der Ellbogen. Für Matzinger würde dies eine  Klassifizierung in T47 bedeuten. Begründung für diese neue Einteilung: Bei Leuten mit Ellbogen wäre der Nachteil auf die längeren Strecken ein zu geringer: „Für mich ist das einfach nur Schwachsinn und nicht nachvollziehbar. Im Endeffekt geht es da um 3cm“, erklärt Matzinger.  Dem Olympiasieger über die 800 Meter erwägt derzeit Schritte gegen diese Entscheidung des Verbandes, er wird bei der WM im Juli aber höchstwahrscheinlich nicht um den Titel über die 800 Meter laufen können:  „Ich werde weiterhin voll über die 800 Meter trainieren. Das ist meine Hauptstrecke.  Und wenn ich einen guten 800er laufen kann, dann sollte auch der 400er okay sein. Starts über 100 und 200 Meter sind für mich aber kein Thema: Aus mir wird kein Sprinter mehr.“