Mit den Österr. Hallenstaatsmeisterschaften in Linz stand am Wochenende der Höhepunkt der Hallensaison an. Ich startete wie fast schon üblich wieder über 800m und 400m.
Über 800m war ich im schnelleren Lauf gesetzt. Die ersten zwei Runden waren trotzdem relativ verhalten. Erst in der letzten Runde hat Raphael Pallitsch das Tempo deutlich angezogen und das Feld auseinandergerissen. Ich konnte erst auf die letzen 80m das Tempo verschärfen und wurde schlussendlich 5. in 1:56,06.
Den 800m Lauf habe ich muskulär ganz gut verkraftet, so dass ich mich vor den 400m noch relativ gut fühlte. Die erste Runde war zügig, aber nicht zu schnell. Ich ging als Vierter in die dritte Kurve und war in der Lage auf der Gegengeraden auf den 3. Platz vorzulaufen. Den konnte ich bis ins Ziel verteidigen und mich mit neuer Hallenbestleistung über meine erste Medaille bei österr. Meisterschaften freuen.
Am Samstag startete ich beim gut besetzen Indoor Meeting in Wien über 800m und 400m. Über 800m konnte ich den 3. von 4 Läufen gewinnen und meine Saisonbestleistung auf 1:55,62 steigern. 3 Stunden später lief ich die 400m in 50,33 was auch neue SB bedeuted. Alles in allem also ein sehr guter Wettkampf, auch wenn über 800m sicher noch eine Steigerung möglich ist.
Am Wochenende startete ich zum ersten Mal in diesem Jahr in der Halle im Rahmen der OÖ U18/20 Meisterschaften. Unterstützt von meinen zwei Vereinskollegen Florian Pammer und Maxi Fridrich waren wir nur zu dritt am Start. 4 Runden durch die Linzer Halle. Leider bin ich die ersten Hundert (12,5) und in weiterer Folge die 300m in 40 sek. viel zu schnell angegangen. Dem musste ich auf die letzten 2 Runden ordentlich Tribut zollen, so dass am Ende 1:56,01 auf der Zeittafel standen. Ich hoffe beim Wettkampf nächste Woche ist da noch die ein oder andere Sekunde drinnen.
Die Wettkampfsaison ist lange vorbei, aber die Vorbereitungen für nächstes Jahr laufen schon auf Hochtouren. Immerhin bilden die Paralympics in London ein großes Highlight im nächsten Jahr. Da kann man mit dem Aufbau nicht früh genug beginnen. Bei mir hieß das ab Ende September wieder deutlich höhere Umfänge bei den Intervalleinheiten, viele Wiederholungen, kurze Pausen. Mittlerweile habe ich Zugang zur 200m Indoor Halle in München und kann dort super Einheiten absolvieren, auch wenn es draußen stürmt. Diese Woche fahre ich zu einem kurzen Trainingskurs in Linz und über die Weihnachtsfeiertage sind auch schon zwei kleinere Trainingslager geplant. Für Ende Januar / Anfang Februar sind dann die ersten Hallenwettkämpfe geplant. Ich kann's schon kaum erwarten.
Mit noch etwas schweren Beinen vom Laktattest am Vortag, startete ich auch dieses Jahr wieder beim Gaisberglauf. Die Strecke war der Rundweg mit 5,1km Länge und 125 Höhenmetern. Von letztem Jahr gelernt, ging ich die Steigung auf der ersten Streckenhälfte etwas verhaltener an und lag zwischenzeitlich an fünfter Stelle. Ich flacheren Teil und im Bergabstück konnte ich danach noch zwei Läufer überholen. Mit einer Zeit von 19:36 kam ich als Dritter ins Ziel, gewann aber den Traumlauf, da die Zwei vor mir noch den Gipfel in Angriff nahmen. In der Teamwertung wurden wir 5. im Mixed Bewerb. Hier geht’s zum Ergebnis
Auch dieses Jahr startete ich wieder als Teil der Salzburger Mannschaft beim Arge Alp Meeting. Die Veranstaltung fand am direkt Zürcher See in Rapperswil Jona statt. Auf Grund des doch schon etwas späten Termins in der Saison, war unser Team ein recht überschaubares und jeder startete bei mehreren Bewerben. Auch ich lief insgesamt 4 Strecken zum Saisonabschluss. Bei perfekten Bedingungen konnte ich am Samstag meine Saisonbestleistung über 400m auf 49,60 steigern und meinen Zeitlauf gewinnen. Am Sonntag war dann bei 10°C, Wind und Regen das volle Program angesagt. Zuerst der 800er, dann die Staffel über 4x100m, und am Schluss noch die 4x400m Staffel. Leider war die 800er Zeit nicht ganz das, was ich mir erwartet hatte. In den Staffeln konnte wir dann noch ein paar Punkte holen und wurden in der Gesamtwertung dann 5.
Nach den ersten paar Tagen zurück in der Heimat ist es wohl an der Zeit für einen etwas ausführlicheren Bericht von meinem 3-wöchigen Neuseeland Trip:
Meine Nominierung für die WM stand seit September fest. Dementsprechend habe ich von da an auch versucht mein Training zu intensivieren und den Formaufbau entsprechend zu steuern. Januar ist in unseren Breiten ja nicht gerade der naheliegendste Wettkampfmonat. Unter der Woche bedeutete das je nach Möglichkeit rund zwei Trainings in der Früh oder spät am Abend, an den Wochenenden meist vier Einheiten in Salzburg. Der letzte Testwettkampf am 19.12. in Malaga verlief mit einer Zeit von 2:00,21 über 800m leider nicht nach Wunsch. Wichtig in der weiteren Vorbereitung waren deshalb noch mehrere schnelle Trainingseinheiten um die Weihnachtszeit, zum Teil in der Linzer 200m Indoor Halle.
Am 13.01. flog der Großteil des österreichischen Teams in Richtung Neuseeland. Es war das erste Mal, dass eine IPC Weltmeisterschaft außerhalb Europas veranstaltet wurde. Mit über 1000 Athleten aus 78 Nationen war es aber gleichzeitig die bisher größte Veranstaltung dieser Art. Sieben Athleten bildeten das eher kleine österreichische Team: Natalia Eder (Speerwurf, Kugelstoß, Weitsprung), Thomas Geierspichler (200m, 400m, 800m), Andreas Gratt (Kugelstoß), Robert Mayer (100m, 200m), Dennis Wliszczak (Hochsprung) und ich mit Starts über 400m und 800m. Bei unserer Ankunft fast zwei Tage später wurden wir gleich herzlich empfangen. Der Weg ins Hotel war schnell zurückgelegt, denn von unserem Gepäck fehlte jede Spur. Ich habe also noch das nötigste eingekauft und bin dann am Nachmittag eine erste lockere Runde auf neuseeländischem Boden gelaufen.
Die ersten Tage in Christchurch waren natürlich noch vom Jetlag geprägt und die Intensität der Trainingseinheiten demnach noch geringer. Nach wochenlangen Minusgraden in München und Salzburg war ich von den guten Bedingungen bei mildem Sommerwetter sehr angetan. Auch das für die Commonwealth Spiele 1974 gebaute Stadion bot eine neue Mondo Bahn und eine zusätzliche Trainingsbahn.
Neben den täglichen ein bis zwei Trainingseinheiten blieb auch noch etwas Zeit um Christchurch zu erkunden. Noch vor Begin der Wettkämpfe sind wir einen Tag ins benachbarte Lyttleton gefahren und haben von dort aus eine zweistündige Bootstour gemacht, was durchaus gut tat um den Kopf ein bisschen frei zu bekommen.
Nach 11 Tagen Christchurch, Akklimatisierung und Wettkampfvorbereitung war dann endlich der Tag meines ersten Wettkampfs angekommen. 800 Finale. 18:36 Ortszeit. Schon beim Aufwärmen ging der ein oder andere Regenguss nieder, aber als Salzburger ist man das ja gewohnt – quasi Heimvorteil. Bis zum Start hatte sich das Wetter aber wieder beruhigt und es sprach nichts mehr gegen ein schnelles Rennen. Vom Anfang an wurde von allen Läufern Tempo gemacht und dementsprechend eine schnelle erste Runde gelaufen. Ich konnte mich auf Position 3 bis 5 halten und bin beim Kurveneingang der zweiten Runde auf die äußere Bahn gewechselt um nicht eingesperrt zu werden. Der Algerier Samir Nouioua hatte sich vor dem Polen Marcin Awizen mittlerweile an die Spitze gesetzt und bei 600m nochmal das Tempo verschärft. Ich konnte das Tempo einigermaßen mitgehen, dann aber auf die letzen 100m nichts mehr zulegen und habe nur mehr versucht den Schritt bis ins Ziel zu halten. Ich freue mich riesig über den dritten Platz und die gute Zeit von 1:54,52, nur 8 Hundertstel über meiner Bestleistung.
Todmüde nach dem Lauf war ich nicht traurig darüber zu erfahren, dass der Vorlauf über 400m für den nächsten Tag abgesagt worden war. Die Mannschaft der Elfenbeinküste hatte Probleme mit dem Visa und konnte nicht rechtzeitig einreisen. Direkt fürs Finale gesetzt hatte ich also einen Tag Zeit um mich auf den 400m Lauf vorzubereiten. An dieser Stelle Dank an unseren Masseur Gary Pelinka.
Im 400m Finale war ich auf Bahn 7 gesetzt. Einerseits günstig durch den weiten Kurvenradius, andererseits schwierig sich im Feld zu orientieren, da man nur einen Läufer vor sich hat. Hatte ich im Aufwärmstadion bei einem Probestart noch einen anderen Athleten gerammt, verlief der Start im Rennen um einiges besser. Ich habe versucht so schnell wie möglich auf mein Tempo zu kommen und dann gleichmäßig durchzulaufen. Da meine Mitstreiter den Lauf zum Teil deutlich schneller angingen war ich beim Eingang der Zielgeraden noch an vierter Position, konnte dann aber meinen Schritt einigermaßen beibehalten und wurde hinter dem Zyprioten Antonis Aresti mit einer Zeit von 49,80sec. Zweiter.
Ich war zwar mit dem Ziel einer Medaille nach Neuseeland gefahren, aber zwei Platzierungen am Podest hatte ich nicht erwartet. Die letzten Tage in Christchurch boten dann noch Zeit die Medaillen beim ein oder anderen (Ginger-)Bier zu feiern.
Heute geht's los. Ich bin gerade noch dabei meine sieben Sachen zu packen, bevor dann das letzte Training in der Heimat ansteht: Minutenläufe bei 6 Grad in strömendem Regen. Das stelle ich mir in Under Down Under schon besser vor. 24 Grad sagt der Wetterbericht, aber davor stehen noch 25h Flug. Heute Abend fliegen wir von Wien über Frankfurt und Singapur nach Christchurch. Erste Updates vom anderen Ende der Welt gibt's dann hoffentlich am Samstag.
Derzeit bereite ich mich intensiv auf die kommende Weltmeisterschaft in Neuseeland vor. Unter der Woche trainiere ich rund zweimal zeitig in der Früh und mache noch die ein oder andere lockere Einheit am Abend. Dafür stehen dann am Wochenende vier Einheiten am Programm. Bevor es am 13. Januar dann auf die andere Seite der Erdkugel geht, laufe ich noch einen Wettkampf am 18.12. in Malaga und plane über die Feiertage ein kleines Trainingslager in Linz.
Im Rahmen der Salzburger U18 Meisterschaften bin ich über 100m und 400m in die Saison gestartet. Über 100m gelang mit perfektem Rückenwind von +1,9m/ eine neue Bestzeit von 11,81sec. Im anschließenden 400m Lauf war nach 300m Schluss mit Lustig, und ich konnte noch eine Zeit von 50,44sec. ins Ziel retten.
Nach dem zweiten Platz über 800m konnte ich im heutigen 400m Finale noch eins draufsetzen und habe Gold gewonnen. Die Zeit von 49,57 sec. ist Jahresweltbestleistung und hat mich echt positiv überrascht. Bei 200m war das Rennen noch völlig offen und ich bin erst in der zweiten Kurve auf den Russen Yury Nosulenko aufgelaufen. Aus der Schlusskurve heraus habe ich mich noch immer gut gefühlt und einfach versucht den Schritt beizubehalten. Auf die letzten Meter war es einfach nur noch ein wahnsinns Gefühl niemanden neben mir zu sehen.
Der Russe Yury Nosulenko wurde mit 50,53 sec. Zweiter und der 800m Sieger aus Algerien Hamza Rehouni holte sich mit 51,19 sec. Die Bronze Medaille.
Anbei das ganze Ergebnis.
Im heutigen 400m Vorlauf habe ich mich für das Finale morgen qualifiziert. Auf Bahn 8 gesetzt konnte ich mich an niemandem orientieren und bin ich den Lauf ziemlich schnell angegangen. Mit 51,37 sec. wurde ich Vorlaufsschnellster und bekomme morgen hoffentlich eine gute Bahn zugeteilt.
hier die Startliste für den 400m Vorlauf:
In einem sehr taktischen Lauf konnte ich heute im 800 m Finale die Silbermedaille gewinnen. Die ersten 400 m wurden in etwas 58-59 sek sehr langsam angegangen und ich versuchte gut in Position zu bleiben für die sehr wahrscheinliche Tempoverschärfung. Bei ca. 600m lag ich auf Platz 5. Vor mir die zwei Algerier leicht verschoben und daneben der Paralympicsieger und Weltrekordler aus Polen. Auf den letzten 200m wurde zwar deutlich aufs Tempo gedrückt, aber ich konnte weder innen noch außen vorbei. Am Eingang zur Zielgerade tat sich kurz eine Lücke auf die ich sofort nutzte um auf die letzten 100m noch einmal ordentlich anzudrücken. Den Algerier Nouioua Samir konnte ich jedoch nicht mehr vor dem Ziel abfangen und holte somit Silber mit einer Zeit von 1:55,65
Anbei die Ergebnisse
Heute war der Vorlauf über 800m für das Finale am Freitag. Ich war im zweiten von zwei Läufen. Nach der Kurve war ich gleich vorn, wollte aber nicht viel Tempo manchen. Anscheinend auch niemand anderer, denn bis 600m wurde eher gebummelt. Die letzten 200m bin ich dann noch etwas angezogen und habe den Vorlauf in 2:08 gewonnen. Der erste Vorlauf war mit 2:03 etwas schneller. Das Finale ist am Freitag um 16:30 und wird sicher um einiges schneller. Morgen habe ich keinen Wettkampf und werde am Nachmittag nur ein bisschen aktivieren.
Beste Grüße aus Indien
Etwas überraschend habe ich gestern erfahren, dass heute (16:45) der Vorlauf über 800m stattfindet. Zwar nicht ideal nach dem lockeren Intervall gestern, aber ich fühle mich trotzdem ganz gut. Ich bin im ersten von Zwei Vorläufen (5 bzw. 6 Starter). Die ersten drei plus die zwei zeitschnellsten qualifizieren sich fürs Finale.
Gestern war die offizielle Eröffnungsfeier im Stadion. Ich war Fahnenträger. Nach dem Einmarsch der Nationen gab es ein paar Ansprachen und danach Vorführungen von verschiedensten Gruppen. Unter anderem auch eine Performance von 650 Schulkindern die im Gleichschritt Michael Jackson tanzten. Ich fand das Ganze war sehr gut gemacht und hoffe, dass die Wettkämpfe auch gut organisiert ablaufen. Unter Fotos gibt es ein paar Impressionen von Bangalore und der Eröffnungsfeier.
Nach einem sehr langen Flug über Dubai sind wir gestern Vormittag endlich gut in Bangalore angekommen. Schon die Fahrt zum Hotel war ein Abenteuer - in einem uralten Bus quer durch den verrückten Verkehr. Das Hotel ist aber recht neu und schön und auch das indische Essen sehr gut.
Ins Stadion sind es nur fünf Minuten mit dem Tuktuk. Wir sind also gleich nach dem Mittagessen zu einem ersten Training aufgebrochen. Das Stadion ist zwar schon etwas älter, aber die Bahn ist neu und auf 800m sicher ganz besonders schnell.
Leider habe ich noch nicht sehr viel von Bangalore gesehen, aber heute waren wir in einem sehr schönen großen Parkt. Samt Schlange, Streifenhörnchen und Affen.
Morgen ist dann die offizielle Eröffnungsfeier und am Freitag habe ich meinen ersten Lauf.
Heute gehts los. Für zwei Wochen nach Bangalore zu den Weltmeisterschaften. Ich werde über 400m und 800m starten und bin schon gespannt was mich erwartet. Hier der vorläufge Zeitplan:
Fr., 27.11. - 800m Finale
So., 29.11. - 400m Vorlauf
Mo., 30. 11. - 400m Finale
Ich werde regelmäßig ein paar Updates und Fotos auf diese Homepage stellen.
Eher kurzfristig entschlossen habe ich mich zu den Staatsmeisterschaften angemeldet und noch einen Flug für das Wochenende gebucht. Ich bin direkt vom Buero zum Flughafen und erst um halb elf abends in Salzburg angekommen.
Die Staatsmeisterschaften waren dieses Mal in Linz auf der Gugl. Mit der 11. schnellsten Meldezeit war ich im ersten und langsameren Lauf. Aus meinem Fehler der Woche davor gelernt bin ich die ersten 200m deutlich langsamer angegangnen und habe mich mit ca. 27.5 sec im hinteren Teil des Feldes eingeordnet. Dafuer war die erste Runde dann auch verhaeltnissmaessig locker und nach 600m noch nicht die ganze Luft heraußen. Dadurch konnte ich dann in der Schlusskurve und der Zielgerade noch etwas zusetzen und wurde mit 1:54,44 dritter in meinem Lauf. Insgesamt war es dann der 8. Platz. Zwar hat Andi Rapatz seinen Lauf von vorne kontrolliert und es mit 1:52 nur auf den Sieg angelegt, aber mit insgesamt sieben 1:54er Zeiten war die Leistungsdichte dahinter extrem hoch. Es haetten also nur 14 Hundertstel auf eine Platzierung gefehlt. Alle Ergebnisse unter:
Die Zeit von 1:54,44 ist natürlich eine neue persönliche Bestleistung mit der ich sehr zufrieden bin. Gleichzeitig ist es nach meinem Wissen auch die schnellste Zeit die heuer in der T46er Klasse gelaufen worden ist und somit inoffizielle Weltjahresbestleistung.
Im Hinblick auf die Paralympics in London in Jahren hat der Britische Leichtathletikverband UKA heuer zum ersten Mal die London Disability Athletics Challenge veranstaltet. Ich war über 800m gemeldet und bin quer durch London zwei Stunden zum Crystal Palace angereist. Am Vortag war bereits ein Lauf über 800m im Zuge der (...) zu dem nach der letztjaehrigen Weltjahresbestenliste eingeladen wurde. Dadurch haben sich viele die am Samstag gelaufen sind fuer den Bewerb am Sonntag abgemeldet und wir waren nur zwei Starter. Bei starkem Wind und viel zu schnellen ersten 200m bin ich nach 600m eingegangen und wurde in maessigen 1:58,48 Zweiter.
Am 11. Und 12. Juli fanden in Sindelfingen die Int. Deutschen Meisterschaften der Behinderten statt. Auch dieses Jahr waren wieder viele Internationale Athleten am Start.
Ich bin am Freitag direkt vom Büro per Heathrow Express zum Flughafen. Bis ich dann mit dem Taxi im Hotel in Sindelfingen war, war der Tag dann auch schon vorbei. Keine Zeit also für
Wettkampfaktivierung oder ähnliches, aber ein paar Stunden guter Schlaf waren wahrscheinlich sowieso besser.
Die 400m waren erst am Samstag Nachmittag. Genug Zeit also um gut zu frühstücken und sich für den Wettkampf vorzubereiten. Sowohl der 400m Lauf, als auch der 200m waren offen ausgeschrieben. Ganz
einfach also: alle Klassen werden gemeinsam gewertet und die schnellste Zeit gewinnt. Ich war zuerst im langsameren Lauf gesetzt, bin dann aber nach einiger Verwirrung doch noch in den schnelleren
gerutscht. Dafür lief dann der zweitschnellste im anderen Lauf. Der Lauf selber war ganz gut, obwohl ich auf den letzten Metern um einiges mehr gekämpft habe als zwei Wochen zuvor bei den österr.
Staatsmeisterschaften. Mit der Zeit von 50,15 bin ich, abgesehen davon dass es keine 49er Zeit ist, sehr zufrieden. Letztes Jahr bin ich beim gleichen Wettkampf 51,36 gelaufen und Zweiter geworden.
Diesmal habe ich mit 1,7 Sekunden Vorsprung gewonnen.
Der 200er war am Sonntag Vormittag. Leider fehlt mir auf die kürzeren Strecken noch dass nötige Schnelligkeitstraining. Aber von der mäßigen Zeit von 23,91 abgesehen, war der Lauf bei Gegenwind und
Regen sehr spannend. Ich wurde knapp hinter Danijel Krnjeta zweiter.
Alles in allem war das Wochenende also sehr erfolgreich. Der leichte Trainingsrückstand durch die letzten zwei Wochen in London hat sich noch nicht bemerkbar gemacht. Ich hoffe das bleibt so und
freue mich schon auf den nächsten Wettkampf. Am 26. Juli werde ich bei der London Disability Athletics Challenge über 800m starten.
Ich bin jetzt seit gut eineinhalb Wochen in London stationiert und mache bis Ende August ein Praktikum bei UniCredit. Die Stadt ist ein Wahnsinn und die Arbeit auch sehr interessant. Es ist jeden Tag etwas los und es gibt so viele Sachen zu unternehmen, dass der Tag ruhig doppelt so lang sein könnte.
Neben der Arbeit versuche ich natürlich auch noch zum Trainieren zu kommen. Unter der Woche ist das ziemlich schwierig, aber ich versuche trotzdem zu ein oder zwei Einheiten zu kommen. Für den Rest muss dann das Wochenende herhalten. Parks gibt es ja genug in London, und eine Laufbahn in der Nähe habe ich auch entdeckt. Anscheinend soll Seb Coe dort schon trainiert haben, also mal schaun ob das was bringt. Am 25. Juli starte ich ja im Chrystal Palace in London über 800m. Zuvor geht's aber nach Sindelfingen zu den Int. Deutschen Meisterschaften.
Dieses Wochenende fande in Rif die Österr. Behindertenstaatsmeisterschaften statt, wo ich über 200m und 400m gestartet bin. Da ich bis jetzt noch kaum Schnelligkeit trainiert hatte, waren die Erwartungen an eine gute Zeit nicht so groß. Ich wollte den 400er locker angehen und gleichmäßig laufen. Bei recht guten Bedingungen am Samstag bin ich dann 50,34sec gelaufen. Mit der Zeit bin ich sehr zufrieden, vor allem weil ich auf den letzten Metern nicht wirklich eingegangen bin und vom Gefühl her noch ein bisschen was drinnen war.
Der 200er am Sonntag war nicht ganz so gut. Es hat aus allen Kübeln geschüttet und der Start hat sich um 30min verschoben. Mit 23,94sec unverletzt im Ziel konnte ich den Staatsmeistertitel aber erfolgreich verteidigen.
Erstmals fand heuer der zweite Tag der Salzburger Landesmeisterschaft im Rahmen des Euregio-Meetings in Bad Reichenhall statt. Dadurch waren die meisten Läufe Teilnehmermäßig recht gut besetzt
Auch im 800m Bewerb gab es insgesamt drei Zeitläufe mit zum Teil doppelt besetzen Bahnen. Ich war im letzten und schnellsten Zeitlauf. Ein Slowene wollte das Limit für die U23 EM laufen und ist die ersten 200m dementsprechend übermotiviert angegangen (~25sec). Da ich mich einigermaßen drannhalten wollte war auch meine erste Runde viel zu schnell (200m in ~26,5sec; 400m in ~55sec). Der Mann mit dem Hammer hat sich dafür aber schon nach 550m bemerkbar gemacht. Dank der guten Stimmung im Stadion und Anferungen auf die letzten 150m ist sich dann aber noch eine sehr gute Zeit von 1:55,52sec ausgegangen. Neben dem LM Titel und PB war das auch das Limit (1:55,85) für die IWAS WM in Bangalore, Indien Ende November.
Kurzentschlossen habe ich mich am Freitag noch für den Viertelmarathon im Rahmen des Salzburger Amref Marathons angemeldet. Es war also der erste Wettkampf seit dem 400m Finale in Peking. Zwar sind 10.55km für mich als 400m Läufer eigentlich zu weit, aber ich wollte die tolle Stimmung in Salzburg einfach nicht versäumen und schauen, was auf eine etwas längere Strecke möglich ist.
Der Start war um 09:10 in Leopoldskron und die Strecke ging über Moosstraße, Maxglaner Haupstr., LKH, Lehener Brücke und dann Richtung Linzergasse über die Staatsbrücke, Pferdeschwemme zum Ziel am Residenzplatz.
Ich bin vom Start an relativ flott angegangen (3:35/km) und konnte mich gleich ein paar Meter absetzen. Thomas Blaschke blieb aber immer relativ knapp dran und hat mich kurz nach der Lehener Brücke überholt. Bis zur Pferdeschwemme hatte er dann ca. 30m Vorsprung, aber auf die letzten 200m habe ich dann noch mal angezogen und konnte fünf Sekunden Vorsprung ins Ziel retten. Das Ergebnis: 1. Platz, 38 min 28 sec.
Danke für die tolle Unterstützung entlang der Strecke. Gratulation an meinen Vater. Als Starter für den ÖTB Salzburg hat er in einem sensationellen Rennen erstmals die 3:30 Schallmauer durchbrochen.
Ergebnisse unter: Pentek Timing
Nachdem ich die letzen Jahre in Schielleiten auf Trainingslager war, ging es dieses Jahr wieder einmal nach Caorle, ITA. Strand, Stadion und meist gutes Wetter bieten zu dieser Jahreszeit beste Trainingsbedingungen. Insgesamt sieben ÖTB Athleten konnten diese Chance nützen.
Schon am Anreisetag stand ein erstes Training am Strand am Programm. Ab Montag wurde dann fleißig auf der Laufbahn trainiert. Ich konnte alle meine Intervalleinheiten unterbringen und bin mit der Woche sehr zufrieden. Das Tempo der Läufe über die Woche war ansteigend und ein Intervall mit 18
Läufen bildete am Freitag einen tollen Abschluss der Trainingswoche.
Ab Donnerstag trainiere ich dann wieder mit Edi Holzers Trainingsgruppe in Krems und was das Studium betrifft, startet das letzte Monat mit regulären Vorlesungen.
Nach ein paar Jahren geht es zum Ostertrainingslager wieder einmal nach Caorle. Die Leichtathletik Anlagen wurden neu renoviert und sollen wieder in top Form sein. Wenn das Wetter mitspielt wird das sicher ein tolle Woche. Am Trainingsprogramm stehen einige Intervalleinheiten von Minutenläufen bis zu etwas schnelleren 100ern.
Mitte Februar hat das 8. und letzte Semester in Krems begonnen. Seit dem habe ich wieder mehr Zeit um mich dem Sport zu widmen und die Motivation ist wieder voll da. Mit Trainer Edi Holzer und Clemens Zeller als Trainingspartner habe ich in Krems ja ein ideales Umfeld gefunden um meine Leistungen zu steigern. Ich trainiere so gut es geht, aber leider bremst mich seit einem Monat der Rücken ein bisschen und ich muss die schnelleren Einheiten auf der Bahn auslassen. Langsam wird es aber besser und ich hoffe beim Ostertraininglager in Caorle ein paar erste schnellere Intervalle laufen zu können.
Nach dem ganzen Trubel ist es Zeit mich bei euch allen zu bedanken. Angefangen beim ÖTB Salzburg, wo ich schon von klein auf das Laufen gelernt habe, über meinen Trainer Edi Holzer, der das Training perfekt auf Peking hin ausgelegt hat, bis hin zu all den positiven Gästebucheinträgen, die mich zusätzlich motioviert haben.
Auch die Medienresonanz war sehr gut, nicht zuletzt durch die unzähligen Presseaussendungen von Emmerich Pfeffer.
Oft wird der Erfolg eines Athleten als Einzelleistung dargestellt, aber in Wirklichkeit steck der Einsatz von so vielen mehr dahinter.
Vielen Dank dafür!!!
Ich bin den Tag ganz genau gleich angegangen wie den davor, mit dem Plan alles gleich zu machen und beim 400er die letzten 100 noch mehr anzudruecken. Ich habe sogar das gleiche zu Mittag gegessen.
Trotz dem starken 400er am Vortag habe ich mich eigentlich ganz gut gefuehlt und mich schon auf das Finale gefreut.
Waehrend dem Rennen hat der Australier natuerlich gleich zu mir aufgeschlossen und ich habe einfach versucht mein Tempo weiter zu laufen. Aus der zweiten Kurve heraus habe ich dann noch mehr Druck gemacht und habe auf die anderen ca. 5 Meter gutgemacht. Vom Gefuehl her war der Lauf schneller als der am Vortag, weil angstrengender. Die Zeit war leider etwas darueber und ich mit 49,56 fuenfter, und denkbar knapp and der Bronzemedaille vorbei. Das ist aber auch der einzige Truebpunkt in meinem durchaus guten Peking-Resuemee. Mit zwei Finalteilnahmen und zwei persoenlichen Bestleistungen bin ich sehr zufrieden, aber auch motiviert meine Leistungen noch zu steigern um dann in London ganz vorne dabei zu sein.
Ich hatte den besten 400er in meinem Leben und habe mich bis zum Schluss sehr gut gefuehlt. Die letzten 50m waren nicht ganz am Limit, aber fast. Endlich ist die 50sec Schallmauer gefallen. Die Zeit ist neuer Europarekord (49,79) und natuerlich persoenliche Bestleistung.
Ich habe in der Frueh etwas laenger geschlafen und auch den ganzen Tag ueber nicht sehr viel gemacht, um die Beine fuer den Abend zu schonen. Die Aufregung war die gleiche wie am Tag zuvor, mit dem Vorteil, dass mir das ganze Prozedere jetzt schon bekannt war. Ich habe also das gleiche Aufwaermprogramm durchgezogen und mich dann in den Call Room verabschiedet. Wir waren etwas verspaetet und mir blieb im Final Call room nur mehr Zeit schnell die Spikes anzuziehen und einen Antritt zu machen.
Das Stadium war bis zum Dach hin gefuellt und die Stimmung nach den 100m Finali gerade am Hoehepunkt. Ab dem Startkommando habe ich das aber nur mehr irgendwo im Hintergrund mitbekommen und mich voll auf meinen Lauf konzentriert. Die ersten Schritte aus den Blocks waren besser als gestern und haben dann glaube ich auch die bessere Zeit ausgemacht. Auf den zweiten 100m war ich nicht mehr ganz so locker, aber habe mich bemueht die Form zu halten. Das Resultat: PB in 23,12 und ein 7. Platz im Finale.
Das stimmt mich natuerlich sehr zuversichtlich auf den 400 Vorlauf morgen. Ich hoffe es geht so weiter!
Ich bin um kurz vor 6 aus dem Bett und nach dem Fruehstueck mit dem Bus um 7:00 ins Vogelnest. Ich habe mich ganz gut gefuehlt und schon auf den Lauf gefreut, aber war natuerlich dementsprechend aufgeregt. Der First Call war um 8:45 und dann ging es eigentlich ganz schnell. Im Final Call room noch schnell einen Steigerer und einen Ablauf und dann ging es schon hinaus ins Stadium. Alle unteren Sektoren waren gefuellt und ca 50.000 Leute im Stadium.
On your marks - set - der Start selber war gut, aber dann bin ich in den dritten Schritt etwas hineingefallen und hab dadurch vielleicht ein oder zwei Zehntel verloren. Aus der Kurve hinaus und bis ins Ziel habe ich mich dann aber sehr gut gefuehlt und bin in meinem Lauf Dritter geworden. Dass die 23,27sec fuers Finale (morgen um 18:36 Ortszeit) gereicht haben, habe ich erst beim Auslaufen erfahren. Umso mehr habe ich mich gefreut, denn das hatte ich eigentlich nicht erwartet. Ergebnis unter: http://results.beijing2008.cn/WRMP/ENG/Schedule/AT_2008-09-08.shtml
Heute war wie angekuendigt der erste und letzte harte Trainingstag. Wir waren am Vormittag im Aufwaermstadium neben dem Birds Nest. Als ich mitten im Training war, wurde uns aber ploetzlich mitgeteilt “you over!? Track cload now” und ich musste das Training abbrechen.
Mittag ist der Rest des oesterreichischen Teams eingetroffen und wir wurdem am Nachmittag vom Buergermeister des olympischen Dorfs willkommen geheissen.
Auf Grund des ungeplant verkuerzten Trainings sind wir am Abend noch quer durch die Stadt in ein anderes Stadium, wo ich dann das restliche Training absolviert habe. Das war vielleicht auch gar nicht schlechter, denn ich bin ganz gute Zeiten 150er Zeiten gelaufen und schaue jetzt zuversichtlich in Richtung Montag 9:35 AM.
Aufwärmstadium
Gestern waren wir erstmals auf der Aufwärmbahn neben dem Vogelnest trainieren. Die Bahn fühlt sich ganz gut an und ich hoffe sie ist auch schnell wenn ich dann morgen die Spikes anschnalle. Gleichzeitig wurde im Vogelnest für die Eröffnungsfeier geprobt und ich konnte kurz einen Blick ins Stadium werfen. Ich bekomme jetzt schon eine Gänsehaut wenn ich dran denk dort zu laufen.
Heute habe ich zwar trainingsfrei, aber im olympischen Dorf läuft man nicht in die Gefahr der Langeweile. Ich werde später noch in die „International Zone“ gehen und versuchen Tickets für ein paar Bewerbe zu bekommen.
Nach dem etwas hektischen einchecken in Salzburg und schnellem Umsteigen in Linz, verlief der Rest der Reise nach Peking sehr gut und wir sind pünktlich am neuen Pekinger Flughafen angekommen. Dort wurden wir bereits von einer Schaar Volunteers erwartet und dann direkt in Olympische Dorf gebracht.
Ich habe zwar erst einen Teil gesehen, aber das olympische Dorf ist eine wunderschöne Anlage mit unzähligen Apartmenthäusern und allem was man sich wünschen kann.
Nachdem wir unsere Zimmer bezogen haben, bin ich gleich auf die Jogging Strecke und den Fitnessraum um ein bisschen auszulockern und zu trainieren.
Beste Grüße aus Peking, Günther
Noch drei Tage, dann geht es endlich los. Gestern stand die letzte harte Trainingseinheit am Programm. Am Samstag werde ich dann noch einen letzten Start über 100m und 200m in Ebensee bei den öberösterr. Meisterschaften wagen, bevor es dann am Sonntag ab nach Peking geht.